Silur

Silur

444-419 Mio. Jahre vor unserer Zeit
Das Silur begann unmittelbar nach dem massiven Aussterben am Ende des Ordoviziums und ist geprägt von einer raschen klimatischen Stabilisierung. Mit dem Rückzug der Eisschilde stiegen die Meeresspiegel deutlich an, wodurch sich erneut weitläufige, warme Flachmeere ausbreiteten. Parallel näherten sich die Kontinente Laurentia, Baltica und Avalonia an und leiteten die kaledonische Gebirgsbildung ein. In den Ozeanen erholten sich die Lebensgemeinschaften schnell: Korallen- und Schwamriffe breiteten sich großflächig aus, Brachiopoden, Mollusken, Echinodermen und Trilobiten diversifizierten erneut, und Eurypteriden erreichten ihre größte Formenfülle. Planktische Organismen wie Graptolithen und Konodonten blieben wichtige Leitfossilien und erlauben eine feinstratigraphische Gliederung des Silurs. Besonders bedeutend ist das Silur für die Wirbeltierentwicklung: Kieferlose Panzerfische waren häufig, während die ersten kiefertragenden Fische (frühe Gnathostomen) sicher belegt sind und sich deutlich ausbreiteten. Ebenso wichtig ist der Fortschritt der terrestrischen Besiedlung. Die ältesten sicheren Gefäßpflanzen wie *Cooksonia* treten auf und markieren den Übergang von einfachen Moosen zu aufrechten, sporenbildenden Pflanzen. Gleichzeitig gibt es erste eindeutige Spuren früher Landtiere, vermutlich einfache Gliederfüßer wie frühe Tausendfüßerformen. Insgesamt stellt das Silur eine Phase der ökologischen Erholung, der erneuten marinen Diversifikation und der grundlegenden biologischen Neuerungen dar, die den Weg zu komplexen Ökosystemen des Devons bereiteten.


Altammoniten, Goniatiten, Clymenien und ander Cephalopoden

Altammoniten, Goniatiten, Clymenien und ander Cephalopoden

Cephalopoda, Kopffüßer, Tintenschnecken, Tintenfische, zu den Schalenweichtieren (Conchifera) gehörende Gruppe mit etwa 750 Arten.

Ammoniten sind eine ausgestorbene Teilgruppe der Kopffüßler und gehören zu den bekanntesten Fossilien.

Gastropoda und Bivalvia

Gastropoda und Bivalvia

Muscheln, Bivalvia, sind eine Gruppe von Salz- und Süßwassermollusken mit zwei Kalkschalen, die den Köper rechts und links umschließen.

Schnecken, Gastropoden, sind die einzige Klasse der Weichtiere, die auch landlebende Arten hervorgebracht hat.

Arthropoda

Arthropoda

Kieferklauenträger und Schwertschwänze
Brachiopoden

Brachiopoden

Brachiopoden, auch Armfüßer genannt, sind ein Tierstamm, der ausschließlich im Meer lebt. Im Gegensatz zu den ihnen sehr ähnlichen Muscheln besitzen Brachiopoden eine obere und eine untere (bauchseitige) Schale und armförmige Tentakel an beiden Seiten des Mundes. Heute lebende Arten erreichen Schalenbreiten bis 7cm, Fossilien können bis zu 30cm breit sein.

Seeigel, Seelilien und andere Echinodermata

Seeigel, Seelilien und andere Echinodermata

Die Stachelhäuter, auch Echinodermata genannt, da zu gehören Seelilien, Haarsterne (Asteroidae), Schlangensterne, Seewalzen und Seeigel.

Echinodermata mit mineralisierten Skeletten treten zuerst im frühen Kambrium auf.

Graptolithen

Graptolithen

Die Graptolithen (Schriftsteine) sind eine ausgestorbene Klasse polypenähnlicher, koloniebildender mariner Tiere, die gemeinhin bei den Kiemenlochtieren (Hemichordata) eingeordnet werden.

Trilobiten

Trilobiten

Trilobiten, sogenannte Dreilapper, sind ausgestorbene Meeresbewohner des Paläozoikums.

Korallen

Korallen

Als Korallen (altgr. κοράλλιον korállion) werden sessile, koloniebildende Nesseltiere (Cnidaria) bezeichnet.