Devon

416-358 Mio. Jahre vor unserer Zeit
In den Ozeanen erreichte die Meeresfauna eine hohe Diversität: Korallen, Schwämme und Stromatoporoideen bildeten großflächige, komplexe Riffe, während Trilobiten weiterhin präsent, jedoch in abnehmender Dominanz waren. Besonders auffällig war die starke Diversifizierung der Fische: Kieferlose Panzerfische, erste Kieferträger (Gnathostomen), frühe Knorpelfische und Strahlenflosser etablierten sich als zentrale Akteure mariner Ökosysteme. Planktonische Organismen wie Graptolithen blieben wichtige Leitfossilien. An Land begann das Devon die Etablierung komplexer terrestrischer Ökosysteme. Erste Gefäßpflanzen breiteten sich aus, bildeten Wälder und setzten Nährstoffkreisläufe in Gang. Es erscheinen die ersten Tetrapoden als Übergangsform von Fisch zu Landwirbeltier. Morphologische Anpassungen wie Gliedmaßen, Finger und Lungen erlaubten es ihnen, flache Süßwasser- und Landhabitaten zu besiedeln, was den Weg für die Besiedlung des Festlands durch Wirbeltiere ebnete. Gegen Ende des Devons traten mehrere regionale und globale Aussterbewellen auf, die insbesondere riffbildende Korallen, Stromatoporoideen, Trilobiten und bestimmte Fischgruppen stark reduzierten.
BrachiopodenBrachiopoden, auch Armfüßer genannt, haben ,im Gegensatz zu den ihnen sehr ähnlichen Muscheln, eine obere und eine untere (bauchseitige) Schale und armförmige Tentakel an beiden Seiten des Mundes. |
Altammoniten, Goniatiten, Clymenien und ander CephalopodenCephalopoda, Kopffüßer, Tintenschnecken, Tintenfische, zu den Schalenweichtieren (Conchifera) gehörende Gruppe mit etwa 750 Arten. Ammoniten sind eine ausgestorbene Teilgruppe der Kopffüßler und gehören zu den bekanntesten Fossilien. |
Seeigel, Seelilien und andere EchinodermataDie Stachelhäuter, auch Echinodermata genannt, da zu gehören Seelilien, Haarsterne (Asteroidae), Schlangensterne, Seewalzen und Seeigel. Echinodermata mit mineralisierten Skeletten treten zuerst im frühen Kambrium auf. |
KorallenAls Korallen (altgr. κοράλλιον korállion) werden sessile, koloniebildende Nesseltiere (Cnidaria) bezeichnet. |
Schnecken und MuschelnMuscheln, Bivalvia, sind eine Gruppe von Salz- und Süßwassermollusken mit zwei Kalkschalen, die den Körper rechts und links umschließen. Muscheln erscheinen als Fossilien erstmals im frühen Kambrium. Schnecken, Gastropoden, sind die einzige Klasse der Weichtiere, die auch landlebende Arten hervorgebracht hat. Fossile Schnecken sind seit dem frühen Kambrium bekannt, wobei bei den ältesten Funden umstritten ist, ob es sich wirklich um Schnecken handelt. Im Paläozoikum waren vor allem Arten der Gattung Bellerophon verbreitet. Süßwasser- und Landschnecken sind erst ab dem Jura bekannt. |
TrilobitenTrilobiten, sogenannte Dreilapper, sind ausgestorbene Meeresbewohner des Paläozoikums. |
PflanzenfossilienVersteinerte Stücke von Pflanzen erzählen eine detaillierte Geschichte. |
Haie und FischeDie Knorpelfische (Chondrichthyes) (von altgr. chondros = Knorpel, Korn + ichthyes = Fische) sind eine Klasse der Wirbeltiere (Vertebrata). Zu ihnen gehören die Haie (Selachii) mit mehr als 500 Arten, die Rochen (Batoidea) mit über 630 Arten sowie die weniger bekannten Seekatzen (Chimaeriformes) mit etwa 55 Arten. |









